Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,
Als Israel ins Exil musste, war das keinenfalls ein freudiger Tag. Trotzdem pflegt man die Erinnerung, es ist keine Zeit "zum Vergessen". Den Juden ist in der Rückschau wichtig geworden, dass in der Exilzeit Gott immer noch mit dem Volk zu arbeiten bereit war. Er hat sie bewahrt und in manch einer Exilgeschichte mächtig eingegriffen (zum Beispiel das Buch Daniel ist voll von Geschichten von Gottes Wirken im Exil). Auch wenn Gott die Juden bestrafte, hatte er sie weder aufgegeben noch vergessen.
Ja unser Wochenvers - ein Versprechen, das Gott Salomo macht, lange vor dem Exil - deutet es voraus: Gott gibt den Juden im Exil die Chance, sich zu ändern und ihn wieder zu suchen. Und er verspricht ihnen, ihnen zu vergeben und ihr Land wiederherzustellen.
Gott ist immer noch der gleiche Gott wie damals. "Ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und von grosser Gnade und Treue" (2. Mose 34:6), von dem wir nicht zu weit weg sein können, zu dem wir immer wieder zurückkehren können, der uns immer wieder vergibt, wenn wir uns ändern und ihn wieder suchen.
Euer Yannick