Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,
In Apostelgeschichte 5 stehen die Apostel kurz davor zum Tode verurteilt zu werden, als sich der einflussreiche Gamaliel zu Wort meldet. Gamaliel war ein prominenter Rabbi und Paulus war einer seiner Schüler (vgl. Apg 22:3). Er war also ganz und gar kein Christ. Irgendwie ist ja auch aus seiner Lehre Paulus der Christenverfolger hervorgegangen. Trotzdem gebraucht ihn Gott in dieser Situation, um das Leben der Apostel zu bewahren. Und zwar gibt Gamaliel einfach nur den Rat, nicht überzureagieren. Die Apostel hatten beansprucht, Gottes Botschaft zu verkünden. Diese Sache einfach so zu entscheiden wäre eine grosse Aufgabe. Falsch zu entscheiden wäre mit viel Risiko verbunden. Warum also nicht abwarten und beobachten, ob die Sache echt ist? Das wird sich - so Gamaliel - ganz von selbst zeigen. Wenn Gott wirklich dahintersteht, dann wird sich das zeigen.
Ich glaube, man darf aus diesem Text nicht den Schluss ziehen, dass alles was Erfolg hat, von Gott stammt. Es ist generell nicht weise, Lehre zu formulieren aus Dingen, die jemand in der Bibel sagt, der aber auf der falschen Seite steht. Der Text will uns ja primär sagen, dass Gott Gamaliel trotz allem benutzt hat. Insofern glaube ich auch, dass der Text für uns trotzdem eine Erinnerung sein kann, dafür dass in letzter Konsequenz Gott es ist, der die Echtheit einer Sache bestätigt.
Euer Yannick