Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,
Paulus schreibt der Gemeinde in Rom, wie Gemeinde als ein Miteindander verstanden werden muss. Er erklärt früher im Kapitel, dass wir uns gegenseitig ergänzen sollen. Sagt ein paar Dinge zur Verantwortung, ein paar zur Nächstenliebe. Dann kommt er zu unserem Wochenvers, wo er zuerst betont, dass all die genannten Dinge davor nicht einer kleinen Gruppe gelten sollten, sondern allen. Also nicht nur Liebe für meine allerbesten Freunde, oder für die angesehnsten Leute in der Gemeinde. Gemeinde sollte ein Ort sein, wo weltlicher Status nicht zählt. Wo die Leute nicht darauf ausgerichtet sind, sich mit den Hohen zu assoziieren, sondern diese Unterscheidung gar nicht erst machen.
Unsere menschlichen Massstäbe sind auch gefährlich, wenn es darum geht, sich für klug zu halten. Manche Dinge meinen wir, erkannt zu haben und sind nicht in der Lage zu sehen, dass man sie auch anders verstehen kann. Unsere Erkenntnis ist nur Stückwerk und das zwingt uns, mit Demut anderen Meinungen zu begegnen. Und das, so schreibt es Paulus hier, gehört zum Miteindander der Gemeinde: Dass man sich nicht für selber (oder: allein) klug hält und auf andere hört, auch wenn sie nicht immer gleicher Meinung sind.
Euer Yannick
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