Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,
Nehemia diente als Mundschenk am Persischen Hof und war damit ein Israelit im Exil. Im ersten Kapitel vom Buch Nehemia berichtet er, wie er einen Landsmann nach der Situation in Jerusalem befragt. Dort gab es nämlich noch Judäer, die nicht ins Exil geführt wurden. Die Antwort, die Nehemia erhält, bedrückt ihn sehr. Es gehe ihnen sehr schlecht. Als Nehemia das hört geht er direkt ins Gebet und klagt bei Gott über diese Situation.
Spannend ist der letzte Satz vom Gebet: Er betet nämlich dafür, dass er vom König Verständnis, bzw. Barmherzigkeit/Gunst erfährt. Also hat er schon akzeptiert, dass er derjenige ist, der etwas unternimmt. Er hat eine Not gesehen und sich von ihr bewegen lassen, und schon weiss er, dass er gemeint und gerufen ist. Teamfähig sein heisst eben auch: nicht von der Not wegzuschauen, sondern hinzusehen, wahrzunehmen, was es zu tun gibt, und sich dann auch verantwortlich sehen.
Euer Yannick