Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,
Vergleicherei, Eigenlob und das Schmücken mit fremden Federn sind keine rein modernen Phänomene. Paulus sieht sich in Korinth damit konfrontiert, dass ihm Verschiedenes vorgeworfen wird, er mit Anderen verglichen wird und seine Bedeutung infrage gestellt wird. Paulus spielt dieses Spiel nur bedingt mit. Er gibt an, aber nicht mit Wundern oder Bekehrungszahlen, sondern mit Leiden die er erfahren musste (vgl. 2. Kor 6+11). Und er vergleicht sich, aber nicht auf der Grundlage seiner eigenen Leistungen, sondern dessen, was Gott getan hat.
Schlussendlich - so sagt es unser Wochenvers - ist nicht die Selbstdarstellung relevant, sondern wie Gott uns sieht. Man kann sich auf vielerlei Arten gut darstellen, ja sogar viele Talente und Möglichkeiten haben, man kann bestens qualifiziert aussehen und etliche Tests bestehen. Aber Gott sucht sich aus, wen er sich nun mal aussucht. Und derjenige gilt - so unser Wochenvers - als bewährt. Als hätte er alle Tests bestanden und alle Qualifikationen erreicht. Aber es ist nicht unser Tun, sondern Gnade und Gottes Werk, die uns bewähren: "Denn durch die Gnade seid ihr gerettet aufgrund des Glaubens, und zwar nicht aus euch selbst, nein, Gottes Gabe ist es: nicht durch eigenes Tun, damit niemand sich rühmen kann." (Epheser 2:8-9)
Euer Yannick