Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,
In der Bergpredigt, als es um das Schwören geht, sagt Jesus, dass man es nicht nötig hat, seine eigenen Worte zu bekräftigen. Dadurch dass man schwört, sei es beim Himmel, beim Tempel oder sonst etwas, bekräftigt man schlussendlich, dass man jetzt gerade wirklich die Wahrheit sagt. Aber was bedeutet das für die anderen Aussagen, die man macht? Wenn man bei gewissen Aussagen betont, dass man die Wahrheit sagt, muss sich das Gegenüber die Frage stellen, ob es bei den anderen Aussagen davon ausgehen muss, dass sie nicht wahr waren? Das Problem mit dem Schwören ist, dass man damit schlussendlich nur deutlich macht, dass man nicht vertrauenswürdig ist.
So sagt Jesus: wenn ihr Ja sagt, soll das Ja bedeuten und wenn ihr Nein sagt soll das Nein bedeuten. Mehr braucht es nicht. Jesus fordert also dazu auf, grundsätzlich vertrauenswürdig zu sein und nicht nur in gewissen Situationen. Die Mitmenschen werden es feststellen, dass sie es mit einer vertrauenswürdigen Person zu tun haben. Und Bekräftigungen sind dann überflüssig.
Euer Yannick
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