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Gedanke zur 38. Woche 2025

"Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: Schön hast du das gesagt, Meister, und du hast Recht! Einer ist er, und einen anderen ausser ihm gibt es nicht und ihn lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verstand und mit aller Kraft und den Nächsten lieben wie sich selbst - das ist weit mehr als alle Brandopfer und Rauchopfer." - Markus 12:32-33

Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,

In unserem Wochenvers geht es um eine seltene Angelegenheit, nämlich, um eine Übereinstimmung zwischen Jesus und einem Schriftgelehrten - der religiösen Elite, die Jesus meistens kritisch gegenüberstand. Doch hier lobt der Schriftgelehrte Jesu Antwort auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot. Ja, er spricht ihn auch als Meister an. Eine Formulierung, die zum Ausdruck bringt, dass er bereit ist, von Jesus zu lernen (und ihm eben gerade nicht als Gegner gegenübertritt). Und auch Jesus bringt im darauffolgenden Vers seine Wertschätzung dem Schriftglehrten gegenüber zum Ausdruck.

Aber auch in dem, worüber sie sprechen geht es um Wertschätzung. Nämlich dass den Nächsten lieben wie sich selbst wichtiger ist als alle verschiedenen Opfer. Damit fügt er etwas hinzu, was Jesus so explizit nicht gesagt hat, nämlich, dass die Opfer damit weniger wichtig sind. Das ist natürlich auch richtig, zeigt aber, dass der Schriftgelehrte nicht nur die Antwort wiederholt hat, sondern auch weitergedacht hat und die Konsequenzen verstanden hat: Das Opfersystem darf nicht in den Weg kommen und etwa den göttlichen Wert in jedem Menschen verneinen. Wer liebt, wie Jesus es lehrt, bringt das grössere Opfer, als dasjenige auf dem Altar.

Euer Yannick