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Gedanke zur 39. Woche 2025

"Weil du teuer bist in meinen Augen, geachtet bist, und weil ich dich liebe, gebe ich Menschen für dich und Völker für dein Leben." - Jesaja 43:4

Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,

In diesem Vers spricht Gott dem Volk Israel zu, wertvoll in seinen Augen zu sein. Er hat es bei seinem Namen gerufen und erlöst. Er hat es gemacht, ohne ihn würde es nicht existieren. So wie er die Welt ins Dasein gerufen hatte, so hatte er auch das Volk Israel aus Ägypten gerufen. Seine Liebe und Zuwendung hat es nicht verdient und doch geschenkt bekommen. Gottes Gnade besteht darin, es als wertvoll zu erachten, einfach so.

Gottes Liebe geht so weit, dass er bereit andere Völker und Menschen hinzugeben. So sagt er in Vers 3, dass Ägypten, Kusch und Saba als Lösegeld hingegeben wurden. Wir sollten in diese Formulierung nicht hereinlesen, dass es um eine Art Zerstörung dieser Völker gehen sollte. Vielmehr betont es, dass die Liebe Gottes zu Israel für Gott nicht kostenlos war. Denn es geht hier eben gerade nicht darum, dass die anderen Völker wertlos sind. Sie sind eben gerade wertvoll. Und trotzdem müssen sie zurücktreten, hinter ein kleines Völkchen, dass sich Gott zur Erfüllung seiner Pläne ausgesucht hat.

Gottes Wertschätzung geschieht unabhängig von Leistung. Sie rechnet Wert zu, wo andere keinen Wert sehen. So ist auch unser Wert uns zugeschrieben durch Gnade und nicht durch Leistung. Und so können wir auch anderen Wertschätzung entgegenbringen, ohne dass sie sich diese erarbeiten müssen.

Euer Yannick