Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,
Zachäus war als Zöllner bestimmt keine beliebte Person. Das von Rom eingesetzte Zollsystem begünstigte Ausbeutung, Korruption und hatte kaum Kontrollmechanismen für die Zöllner, die oft als Verräter am eigenen Volk gesehen wurden. Jemand wie Zachäus erlebte folglich normalerweise wenig Wertschätzung.
Jesus nun, als er durch eine riesige Volksmenge geht, sieht explizit den Zachäus an und lädt sich bei ihm ein. Das tut er nicht, weil er so begeistert ist von Zachäus Lebensentscheidungen. Im Gegenteil: in den folgenden Versen erfahren wir, dass Zachäus aufgrund dieser Begegnung mit Jesus eine 180-Grad-Wende in seinem Leben macht. Trotzdem wird es nicht so gewirkt haben, dass Jesus nur zu Zachäus kam, um ihm eine Standpauke zu halten. Die Wertschätzung von Jesus ist echt: Er ruft Zachäus bei seinem Namen, bietet ihm Nähe an, verleugnet aber damit sich selber nicht.
Wir schaffen sowas nicht. Wir haben nicht jederzeit und überall einen so gefestigten Stand, dass wir hier nie Kompromisse eingehen müssten. Trotzdem können wir von Jesus lernen, Menschen anzunehmen und uns dabei nicht zu verleugnen.
Euer Yannick
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