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Gedanke zur 47. Woche 2025

"Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr geredet hatte: Du bist El-Roi. Denn sie sprach: Wahrlich, hier habe ich dem nachgesehen, der auf mich sieht." - 1. Mose 16:13

Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,

Erstaunlich, was Hagar hier sagt. Von allen fühlt sie sich ungesehen. Ein Spielball in der Geschichte der doch vermeintlich viel wichtigeren Abraham und Sara. Erst soll sie den Erben für Abraham gebären. Und sie wird schwanger. Das macht sie stolz. Doch dieser Stolz wird ihr zum Verhängnis. Denn ihre Schwangerschaft macht sie nicht zu etwas grösserem als ihre Herrin, wie sie bald erfahren wird. Als Sara sie anfängt zu schikanieren, erfährt sie keinen Rückhalt bei Abraham. Offenbar vermag das Kind, das sie austrägt, ihr keinen Wert geben. Sara macht ihr sozusagen deutlich, dass sie nach wie vor nichts mehr als eine Magd ist.

Sie ergreift also die Flucht. Und erstaunlicherweise folgt ihr der Erzählstrang der Bibel weiter (Es hätte ja durchaus sein können, dass sie bei Abraham bleibt, er ist schlussendlich da gerade eigentlich im Fokus der Erzählung). Wir lesen von Hagar in der Wüste, wo sie Gott begegnet. Und sie macht diese erstaunliche Feststellung, dass Gott sie nicht verachtet, weil sie eine Magd ist. Sie weiss: Wenn mich keiner achtet, Gott sieht mich.

Euer Yannick