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Gedanke zur 48. Woche 2025

"Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde." - Johannes 15:12-13

Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,

In Johannes 15:9 sagt Jesus "Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch." Unser Wochenvers steht nicht weit dahinter und ist vielleicht ein bisschen schwieriger anzunehmen. Alles zusammengenommen möchte Jesus, dass die Menschen sich untereinander so lieben, wie er sie liebt und wie der Vater ihn liebt. Ein bisschen zu versuchen, andere Menschen zu lieben kann ja jeder mal versuchen. Probieren kann jeder. Kann Jesus also nicht die Ansprüche heruntersetzen, damit sein Gebot lebbar wird?

So zu lieben wie er liegt ausserhalb meiner Fähigkeiten. Er liebte, bevor wir liebenswürdig waren. Und er gab sein Leben hin. Nun sind wir nicht Gott und nicht perfekt. Wie sollen wir also mit diesem wohl unmöglichen Gebot umgehen?

Nun, natürlich können wir sagen, dass unser Heil nicht vom Befolgen von Geboten abhängt. Aber es geht hier nicht um das Heil, sondern um Jesus' Auftrag an uns, den er wohl kaum gegeben hat, damit wir ihn einfach ignorieren. Ich glaube, wenn Jesus sagt, dass wir einander lieben sollen, dann meint er, dass wir einander lieben sollen. Zu sagen, dass wir es nicht können, verfehlt meiner Meinung nach den Punkt. Natürlich brauchen wir die Hilfe des Heiligen Geistes. Aber ich habe den Auftrag wohl nicht ganz verstanden, wenn ich die Füsse hochlege und sage: Der Heilige Geist macht es oder macht es nicht, wer weiss.

Wenn jemand mir den Auftrag geben würde, einen Marathon zu rennen, dann könnte ich auch sagen, ich kann das nicht. Und wenn ich es versuchen würde, im ersten Anlauf, würde ich wohl sterben. Aber es ist mir trotzdem möglich, einen Marathon zu laufen - nämlich wenn ich trainiere. Und ich glaube es ist irgendwie ähnlich mit der Liebe. Ich kann darauf hinarbeiten. Nicht mit dem Anspruch, es bald komplett können zu müssen, sondern mit dem Anspruch, nicht das Training zu schwänzen.

Euer Yannick