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Gedanke zur 9. Woche 2025

"Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner - in dem ist die Wahrheit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind." - 1. Johannes 2:4-5

Liebe Freunde der FEG Unteres Aaretal,

Dass jemand Christ ist, ist schnell behauptet. Johannes spricht aber in seinem Brief immer wieder davon, "in ihm zu sein" und unterscheidet das von einem blossen Lippenbekenntnis. So auch hier in diesem Vers. Als Hintergrund haben wir ziemlich sicher Jesu Rede in Johannes 15:5 zu betrachten: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun." Wie eine Rebe, die vom Weinstock abgeschnitten wurde, eingeht, so müssen wir auch mit Christus verbunden bleiben, um nicht (geistlich) einzugehen.

Dieses Leben "in ihm" hat Konsequenzen, wie Johannes in unserem Wochenvers betont. So wie die Rebe, die im Weinstock bleibt Frucht bringt, so bringt auch der Mensch in Christus Frucht, nämlich, dass er sein Wort hält. Was versteht Johannes darunter? Etwas später in seinem Brief (1.Joh 3:23) stellt er klar: "Und das ist sein Gebot: Dass wir dem Namen seines Sohnes Jesus Christus vertrauen und einander lieben, wie es im Gebot heisst, das er uns gegeben hat." In Christus sein - ihm Raum zu geben - hat also zur Folge, dass wir ihm mehr vertrauen und unseren Mitmenschen in Liebe begegnen.

Jetzt spürst du vielleicht grad den Druck, dass du denkst, dich einfach etwas anstrengen zu müssen, etwas freundlicher zu sein. Das ist aber nicht die Absicht dieses Verses. Die Rebe bringt nicht mehr Frucht, wenn sie sich mehr anstrengt. Sondern wenn sie sich (mehr) öffnet für die Nährstoffe, die aus dem Weinstock fliessen. Darf Jesus in dein Leben reden und wirken?

Euer Yannick